Sind alle Hörsysteme auch bei Kindern geeignet?

Trifft das auch für Hirnstammimplantate zu?

Neben den konventionellen Hörgeräten haben sich die Cochlea Implantate in die Routineversorgung der hochgradigen Schwerhörigkeit sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen eingeführt. In Deutschland blickt man zurzeit auf eine 20-jährige Erfahrung zurück, die an der Medizinischen Hochschule Hannover begonnen wurde. Besonders bei Kindern ist mit der Versorgung mit dem „richtigen“ Hörsystem nicht nur eine Hör-Sprachentwicklung verbunden. Die damit verbundene Hörbahnreifung aufgrund der Differenziertheit, aber auch Komplexität der Therapie eröffnet dem Kind zukünftig eine selbstständige Auswahl aus der Kommunikationsvielfalt.

Ohne eine adäquate Therapie kommt es nicht zur neuralen Entwicklung. Die Folge ist eine Einschränkung der Möglichkeiten, Bildungschancen wahrnehmen zu können, und eine eingeschränkte Entfaltungsmöglichkeit in unserer Gemeinschaft und im Berufsleben. Somit stehen die Eltern unserer kleinen Patienten vor der Herausforderung, immer wieder weitsichtige Entscheidungen für ihre Kinder zu suchen und zu fällen. In jedem Fall ist es eine unwiderrufliche Festlegung für den zukünftigen Lebensweg der Kinder. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und wann wir als Ärzte verpflichtet und berechtigt sind, neue Entwicklungen auch Kindern zur Verfügung zu stellen. Am Beispiel der in letzter Zeit viel diskutierten Hirnstammimplantation möchte ich dieses gerne erläutern.

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PD Dr. Anke Lesinski-Schiedat
Med. Hochschule Hannover – HNO
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

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