Schicksal und Freiheit – ein Wechselspiel als Chance

Das Leben in die Hand zu nehmen bedeutet für mich, dass man nicht mit dem Schicksal hadert, sondern dass jede leidvolle Erfahrung ein Sprungbrett für die weitere Entwicklung bedeuten kann. Dadurch hat ein Mensch mit der Behinderung sehr viel Freiheit bekommen die ein „normaler“ nicht hat.

Seit fast 35 Jahren lebe ich mit einer Schwerhörigkeit. Gut hörend geboren und aufgewachsen, machte sich im ersten Schuljahr die Schwerhörigkeit bemerkbar. Ich bekam gleich zwei Hörgeräte, da der Sprachverlust schon bei 50 % lag. Heute unvorstellbar, so spät erst Hörgeräte, wird sich so mancher denken.

Wahrscheinlich lernte ich damals unbewusst das Absehen, und meine gute Aussprache, die sich in der frühen Kindheit normal entwickelte, ließ nichts erahnen. Ein Grund für die Schwerhörigkeit ist nicht bekannt.

Somit begann mein Lebensweg als Schwerhörige mit einigen dazugehörenden Höhen und Tiefen. Den oben genannten Satz trug ich unbewusst schlummernd im Herzen all die Jahre über. Wahrscheinlich ist dieser Satz ein so genanntes „Überlebensmotto“ für mich gewesen. Mir war immer bewusst, auch als Kind, dass wenn ich mich wohl fühle, sich andere im Umgang mit mir auch wohl fühlen. Als Schwerhörige bekommt man eine andere Wahrnehmung und ein anderes Denken als Guthörende. Wahrnehmung und Denken werden von der Schwerhörigkeit beeinflusst. Je älter ich wurde, umso schwieriger wurde die Hörbehinderung für mich und mein Motto geriet ins Wanken.

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Regina Klein-Hitpaß

Messingsfeld 4

46499 Dingden

 

 

 

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