Aktuelles zur Sozialpolitik – Teil I

Die sozialpolitische Situation in Deutschland ist in besonderer Weise durch die Situation knapper Mittel geprägt. Immer mehr setzt der öffentliche Rotstift an Leistungen für Menschen mit Behinderung an, die bisher unbestritten waren. Die jüngsten Entwicklungen zum Blindengeld, wohl nicht nur in Niedersachsen, sind nur ein Beispiel für eine Entwicklung, die zukünftig mehr denn je in der individuellen Förderung den Begriff der Notwendigkeit neu definieren wird und deutlicher darauf setzt, welche Leistungen der einzelne Mensch selbst bringen kann.

Ich meine, diese Entwicklung muss nicht falsch sein - wenn es dabei gelingt, soziale Gerechtigkeit und Ausgewogenheit walten zu lassen.

Damit dieses geschieht, benötigen auch wir hörgeschädigten Menschen eine starke Interessenvertretung! Ich sehe trotz des soeben angedeuteten Szenarios auch erfreuliche Entwicklungen.

Denn es gibt einige gesetzliche Neuerungen wie das Bundesgleichstellungsgesetz für Menschen mit Behinderung und Landesgleichstellungsgesetze, die positive Früchte tragen. Sicherlich auch durch das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung 2003 ist ein zunehmendes Bemühen von Gesellschaft und Politik feststellbar, Barrieren gegenüber Menschen mit Behinderung abzubauen.

Zur Sozialpolitik ist die Fülle anstehender Themen sehr groß. Ich möchte mich nach diesen einleitenden Worten folgenden Themen zuwenden:

1.     Allgemeine aktuelle sozialpolitische Themen:
1.1   Arbeit
Arbeit als ein bedeutender Lebensinhalt für alle Menschen hat auch für Menschen, die sich mit Behinderung dem Arbeitsmarkt anbieten, einen besonderen Stellenwert. Arbeitslosigkeit betrifft Menschen mit Behinderung überproportional, insbesondere ältere Menschen mit Behinderung. Die Vermittlung von Arbeitsplätzen wird gerade dann besonders schwer, wenn diese älter sind.

Ist die Erwerbsquote bei nicht behinderten und behinderten Menschen bis 25 Jahre noch gleich, so nimmt sie bei behinderten Menschen mit zunehmendem Alter kontinuierlich ab und liegt deutlich unter der Erwerbsquote nicht behinderter Menschen.

(...)

Dr. Ulrich Hase

Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein

Vorsitzender der DG der Gehörlosen und Schwerhörigen

Paradeweg 3

Rendsburg

Anm.d.Red.: Referat: Fortbildungsveranstaltung der DCIG und des CIVN: „Der Norden hört wieder – mit CI“; 2. 3. April 2005 in Hamburg

 

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