Diagnose Hörschaden: Im Wechselbad der Gefühle!

Vor dem Terminal in einer belebten Einkaufspassage in Hannover steht ein Mann. Interessiert beobachtet er den Bildschirm, berührt ab und zu den Touchscreen. Niemand stört ihn dabei, ganz konzentriert beschäftigt er sich mit dem Apparat, bei dem von weitem betrachtet niemand auf die Idee kommen kann, dass es sich um einen interaktiven Hörtester handelt. Ganz allein hat er sich dafür entschieden, jetzt diesen Hörtest zu machen. Und genau darauf kommt es an: Das Eingeständnis „Ich höre nicht mehr so gut“ muss selbstgesteuert erfolgen.

Doch dahin ist es oft ein langer Weg. Hörakustiker haben sogar festgestellt, dass in der Regel zehn bis zwanzig Jahre vergehen, ehe ein schleichender Hörverlust dazu führt, dass sich Menschen zu einem Hörtest entschließen. „Du hörst wohl nicht mehr gut“, sagen immer nur die anderen, das eigene Empfinden ist ganz anders. Außerdem lässt sich doch niemand gerne dabei „erwischen“, denn schlechtes Hören gilt als Makel, auch als deutliches Zeichen des Alters. Selbst wenn tatsächlich eine Hörminderung eingetreten ist, lässt sie sich bewusst oder unbewusst durch die akustische Datenaufnahme mittels Lippenablesen zunächst kompensieren. Erst später erfolgt eine Verhaltensänderung. Man fängt an, sich zurückzuziehen, Treffen in Gesellschaft zu vermeiden, am liebsten für sich zu sein. Fachleute bezeichnen das mit dem Oberbegriff „soziale Entbindung“.

 

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Gudrun Porath

Ostlandstr. 1 a

37170 Uslar

 

 

 

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