Warum ist eine „normale“ Implantation mit einem Cochlea Implantat nicht bei jedem Patienten möglich?

In Deutschland sind über vierzehn Millionen Menschen von einer Schwerhörigkeit betroffen. Die Ursache liegt bei über zwölf Millionen Betroffenen in einer Störung des Innenohres, wobei nur selten eine Entzündung, wie z.B. eine Hirnhautentzündung (Meningitis), oder ein Bruch des Ohrknochens (Fraktur) dafür verantwortlich sind. Diese seltenen Ursachen führen zu ungünstigen anatomischen Verhältnissen am Innenohr. Die Heilungsprozesse der Entzündung und Fraktur können zu erheblichen Vernarbungen bis hin zu Verknöcherungen in der Hörschnecke selber führen (sog. Obliterationen und Ossifikationen). Leider kann bis heute keine Vorhersage getroffen werden, ob und in welcher Zeit eine solche „weiße“, knöchern durchbaute Hörschnecke entsteht. Dennoch raten wir im Falle einer meningitisch bedingten hochgradigen Schwerhörigkeit zu einer zügigen CI-Voruntersuchung. Es ist bekannt, dass innerhalb von wenigen Wochen nach der Entzündung eine solche Ossifikation auftreten kann. Das angestrebte Ziel einer Cochlea Implantation, nämlich ein volles Einführen bis zu 360° und mehr, ist dann nicht mehr möglich.

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PD Dr. Anke Lesinski-Schiedat

Med. Hochschule Hannover – HNO

Carl-Neuberg-Str. 1

30625 Hannover

 

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