Zwei CIs – nur ein Traum?

Ich hörte in den ersten Lebensjahren normal, dann begann mein Gehör leicht nachzulassen. Erst im Kindergarten fiel es auf. Ich hatte auf dem linken Ohr schon als kleiner Stöpsel u.a. eine OP bei Prof. Helms, die mein linkes Ohr verbessern sollte. Leider blieb mein linkes Ohr nach der OP immer das schlechtere Ohr. Meine ersten Hörgeräte bekam ich mit sechs Jahren. Das war zunächst ein komisches Gefühl, ich war flexibel und lernte, einem Akustiker zu beschreiben, wie ich was hörte. Mit den Hörgeräten kam ich allgemein gut zurecht, ich besuchte die Grundschule für Hörende und ging erst danach auf Schwerhörigenschulen. Mein Gehör wurde erst über die Jahre schlechter. Doch dann wurde ich durch eine Krankheit fast taubblind. Meine Augen wurden seit der Kindheit auch langsam schlechter, ich trug eine Brille. Dazu kam, dass ich nicht mehr alleine gehen, stehen und laufen konnte. Auch das Sprechen fiel mir in der ersten Zeit schwer. Nachdem die Krankheit genug gewütet hatte, musste ich komplett neu anfangen.

Ich lernte von den Lippen abzulesen, was durch meine miesen Augen sehr erschwert wurde. 1989 wurde mir erstmals ein CI vorgeschlagen, aber ich erlebte im Bekanntenkreis eher Fehlschläge mit dem CI. Warum sollte ich mich da „opfern“? 1994 stieß ich zum Schwerhörigenverein und traf dort Menschen, die mich trotz meines mehrfachen Handikaps so akzeptierten, wie ich nun mal war. Sie gaben mir einiges an Selbstvertrauen wieder und haben mir sehr dabei geholfen, mein Leben wieder zu lieben. Auch meine Familie hat mir dabei geholfen, nicht aufzugeben und den Humor nicht zu verlieren.

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Rabea Müller

Geltinger Str. 5

81379 München

 

 

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