Eins plus eins größer zwei? Ja!

Verblüffung nach bilateraler CI-Versorgung

1 + 1 = 2, eine Aussage, die im Reich des Rechnens niemand anzweifelt. Auch 1 CI + 1 CI bleiben nach mathematischem Verständnis immer noch 2 CIs. Sobald aber Leben ins Spiel kommt, die CIs nach allen Regeln chirurgischer Kunstfertigkeit also in den Kopf eines Menschen implantiert worden sind, werden die Regeln aus dem rein materiellen Bereich aufgehoben.

Sobald ein ertaubter Mensch den natürlichen Wunsch hegt, mit beiden „Ohren“ (wieder) hören können zu wollen, wird es zuweilen schwierig im Hinblick auf die Kostenübernahme. In meinem Fall bedurfte es eines individuellen ärztlichen Gutachtens.

Ich, Jahrgang 1946, gehöre zur Sorte der so genannten Spätertaubten. Bereits im frühen Erwachsenenalter begann, zunächst kaum merklich, der Hörverlust im Hochtonfrequenzbereich beidseits. Zwei meiner Brüder, mit ein paar Lebensjahren Vorsprung, machten mir den Verlauf des Hörverlustes quasi vor. Immer wieder probierte ich Hörgeräte aus, eher erfolglos. Bei meiner Tätigkeit als Lehrerin kompensierte ich den Hörverlust, indem ich parallel dazu automatisch den Menschen „aufs Maul zu schauen“ lernte. Dieser Prozess verlief über gut zwei Jahrzehnte zunächst schleichend, später beschleunigt; ich konnte mich lange Zeit durchmogeln. Meine zunehmende Schwerhörigkeit war lange Zeit nur meiner Familie bekannt. Dieses extrem stressige Leben mit Doppelrolle in Beruf und Familie führte – wie konnte es anders sein – zu Hörstürzen, die ich als solche gar nicht wahrnahm, weil damals (1988) kaum noch etwas zum Abstürzen vorhanden war.

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Hanne Gabrielsson

Wiesengrund 8

25485 Hemdingen

 

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