Unvergleichbar:

Die Entwicklung von Auge und Ohr

 

1988 waren wir von einer Mutter nachdrücklich gedrängt worden, das erst siebzehn Monate alte Mädchen mit einem Cochlea Implantat (CI) zu versorgen. Die Eltern, Mutter Krankenschwester und Vater Arzt, meinten ganz sicher zu sein, keine Hörreste bei dem Kind entdeckt zu haben. An der Taubheit schien auch nach unseren Befunden kein Zweifel zu bestehen. Durften wir nun dieses noch sehr kleine Kind operieren, obwohl physiologisch arbeitende Theoretiker ausdrückliche Bedenken gegen das CI bei früh ertaubten oder gar taub geborenen Kleinkindern vorgebracht hatten? Für sie galt das CI als gänzlich aussichtslos; die Kinder würden nicht lernen zu verstehen und zu sprechen.

Das Argument gegen ein CI bei Kleinkindern stützte sich auf die Experimente, bei denen nach Vernähen der Augenlider von neugeborenen Katzen und Affen eine rasche Verkümmerung des Sehens beobachtet wurde. Schon nach wenigen Monaten hatten sich nicht rückbildungsfähige Veränderungen im Hirnstamm und in der Hirnrinde gefunden (Wiesel u. Hubel 1963). Erste funktionelle Störungen waren an neugeborenen Affen sogar schon eine Woche nach Abdecken der Hornhaut zu erkennen gewesen (v. Noorden 1980).

 

(...)

 

Prof. em. Dr. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Lehnhardt

Siegesstr. 15

30175 Hannover

 

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