Hat das Cochlea Implantat die Hörgeschädigtenpädagogik verändert?[1]

„Ja, aber wie?“ war der erste Gedanke, als Arno Vogel vom CI-Centrum Schleswig-Kiel anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Zentrums zum 3. Interdisziplinären Symposium mit dem Titel ‘Indikation-Operation-Rehabilitation-Evaluation’ einen Vortrag erbat (s. auch Schnecke Nr. 51, S. 47). In den letzten zwanzig Jahren ist das CI so sehr in den Alltag der Hörgeschädigtenpädagogik eingedrungen, dass beispielsweise Studienanfänger der Fachrichtungen Gehörlosen- oder Schwerhörigenpädagogik bereits vor Beginn des Studiums davon gehört haben und wohl kaum ein Lehrer den möglichen Nutzen eines Cochlea Implantats heute noch hinterfragt. Der Auseinandersetzung um das CI ‘an sich’ sind Diskussionen um fortführende Fragestellungen gewichen (bilaterale Versorgung, vollimplantierbare CIs, CI-Versorgung von Kindern mit gehörlosen Eltern u.a.). Über die Anfänge der CI-Versorgung und die damit bewirkten Veränderungen denkt man kaum noch nach. (...)

Prof. Dr. Annette Leonhardt

Lehrstuhl für Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik

Ludwig-Maximilians-Universität München

Leopoldstr. 13

80802 München

[1] Schriftliche Fassung eines als Power-Point-Präsentation gehaltenen Vortrags zum 10-jährigen Jubiläum des CIC Schleswig-Kiel am 19.11.2005.

 

 

 

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