Hören mit High-Tech – die MHH auf dem Ideenpark

Die Firma ThyssenKrupp initiierte 2004 in Gelsenkirchen erstmals eine Technikmesse für interessierte Jugendliche. Ziel dieser Messe war, Kindern und Jugendlichen technische Leistungen zu erläutern, Kreativität in diesem Bereich zu demonstrieren und einen Wettbewerb um die besten Ideen in Gang zu setzen.

Hannover erhielt für 2006 die Chance, ThyssenKrupp mit dem Ideenpark auf dem EXPO-Gelände willkommen zu heißen. Der deutsche Pavillon und die EXPO-Plaza boten ein tolles Forum, welches ThyssenKrupp sehr professionell mit allen Ausstellern gestaltete. Wenige Firmen wurden eingeladen, sich zu präsentieren. Vielmehr wurden Universitäten und Fachhochschulen wie auch Schulen angeregt, sich mit Kindern und Jugendlichen dort zu treffen, eigenes Wissen und Erfindungen zu demonstrieren und zu erläutern und um neue Ideen mit den Jugendlichen zu wetteifern.

Als Repräsentant der Medizinischen Hochschule Hannover durfte die HNO-Klinik bzw. das Hörzentrum Hannover (Direktor: Prof. Dr. Th. Lenarz) eine Ausstellungsfläche bestücken. Mit Unterstützung der Firmen KIND Hörgeräte sowie Cochlear konnten wir Schwerhörigkeit, Hörsysteme und insbesondere Cochlea Implantate zeigen. Hörbeispiele für unterschiedliche Schwerhörigkeiten sowie den akustischen Nutzen von Hörsystemen und CIs ermöglichten es den ca. 200.000 Besuchern der Messe, Hören zu erleben.

Neben den Mitarbeitern aus der HNO-Klinik und dem Hörzentrum Hannover begleiteten uns fast jeden Tag Patienten, insbesondere Wolf-Dieter Göke und Hans-Joachim Neumann, sowie unsere junge Patientin Lina Hissleiter. Besonders Lina und W.-D. Göke konnten nicht nur durch ihre ‘Erfindung’, ein solarbetriebenes CI, auch die Politiker auf dieses Thema aufmerksam machen und für diese tolle Technologie begeistern. Wir hatten bis zum letzten Tag die Chance, uns auch mit Ministerpräsident Christian Wulff und Dr. Schulz, Vorstandsvorsitzender ThyssenKrupp, auszutauschen. Besonders beeindruckt hat uns allerdings die Flut der interessierten Besucher. Auch mit einer Standbesetzung von vier Personen konnten wir teilweise dem Ansturm von interessiert fragenden und diskutierenden Jugendlichen nicht standhalten.

Eine lebhafte und interessante Woche ging zu Ende. Wir hatten kaum Gelegenheit, die beeindruckenden Projekte unserer Standnachbarn intensiv zu studieren und freuen uns schon auf das nächste Projekt, welches ThyssenKrupp oder das Land Niedersachsen anstoßen werden. Wir sind gerne wieder dabei.

Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat

Medizinische Hochschule Hannover

Carl-Neuberg-Str. 1

30625 Hannover

 

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