Dat Ding an meinem Kopp

Ein fünfjähriger Neffe fragte mich: „Wann ziehste dat Ding an Deinem Kopp denn wieder aus?“ Ich: „So schnell wohl nicht mehr, nur beim Schlafen.“ Er, sichtlich verwirrt: „Bevor Du in den Sarg kommst und vergraben wirst, ziehst Du es aber aus, oder?“ Ich: „Wenn ich noch fähig dazu bin, zieh ich es vorher aus, versprochen!“ Da war er beruhigt...

1970 geboren, verlebte ich eine normale Kindheit inklusive normalem Gehör. Mit fast siebzehn Jahren erlitt ich während eines Ferienjobs einen Unfall, bei dem ich mit dem Kopf in eine sich automatisch schließende Stahltür geriet. Es war kaputt, was kaputt sein konnte. Ich möchte die Leser nicht mit einem ellenlangen Unfallbericht erschlagen, nur so viel: Es stand nicht gut um mich. Die Tür setzte genau hinter meinen Ohren an, zertrümmerte regelrecht meine Felsbeine und nahm mir damit mein Gehör, rechts komplett und links bis auf geringe Hörreste. Meine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit versuchte ich mit einem Hörgerät zu kompensieren, was mehr schlecht als recht ging.

Vom CI hörte ich erstmals vor etwa fünfzehn Jahren während eines tinnitusbedingten Klinikaufenthaltes in Düren bei Prof. Banfai. Mein Interesse für ein CI war damals eher gering, nicht zuletzt wegen der Tatsache, dass die CI-Forschung damals noch in den Kinderschuhen steckte und außerdem ausschließlich taube Menschen dafür in Frage kamen. Die Sache war vorläufig also gegessen. Vor etwa drei Jahren wurde mein Interesse durch einen Zeitungsartikel neu geweckt und ich forschte intensiver. Aha, mittlerweile kamen also auch an Taubheit grenzende Patienten in Frage und die Forschung hatte offensichtlich die ganzen Jahre nicht geschlafen.

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Patrick Paul
Im Grüngürtel 44
56294 Münstermaifeld

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