Die Grillen zirpen wieder! Teil II

Nach der aufregenden Zeit nach der Operation erfolgte im März 2006 die Erstanpassung des Sprachprozessors (SP). Einige Momente fürchtete ich mich vor den neuen Tönen, aber ich lenkte mich ab und freute mich auf die neue ‘Hörzeit’. Wie würde es tatsächlich sein? Ich bekam einen Wochenplan mit den Logopädiestunden und der SP-Einstellung und einen riesigen Koffer mit SP, Zubehör und Ersatzteilen. Das Gerät wurde mir erklärt und endlich angelegt. Bei den ersten Tönen musste ich lachen, sie waren sehr tief. Dann sollte ich angeben, wann ich die Töne ganz leise und maximal laut hören konnte. Je höher die Töne wurden, umso metallischer klangen sie. Was ich plötzlich wieder alles hören konnte! Nach dem ersten Hörtraining ließ ich den SP lauter stellen. Die Wörter, die ich ohne Lippenablesen verstehen sollte, unterschieden sich in den Vokalen. Manche Buchstaben waren eher gleich und einen Unterschied konnte ich auch bei höchster Konzentration nicht feststellen. Bereits am zweiten Tag konnte ich 90 % Zahlen und 45 % Wörter verstehen – das ist einfach sehr gut. Ich war überglücklich! Beim Test von fünfzehn verschiedenen Geräuschen erkannte ich zwölf sofort, zwei Tage später von 35 etwa 30. Musik war schon als Musik erkennbar. In den ersten Wochen hörte ich zwei Stimmen synchron, eine tiefe, die ich noch kenne, die andere hohe, die ich schon vergessen hatte. Diese Männchenstimme glich sich bald den alten Tönen an. Es war faszinierend, dies alles zu beobachten und wie man davon hörtechnisch profitiert. So verstand ich Wörter von einem auf den anderen Tag mehr und besser, jetzt hieß es im Alltag üben.

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Sabine Kerscher
Orlando-di-Lasso-Weg 4,
85221 Dachau

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