Frühförderung durch Auditiv-Verbale Therapie und Elternarbeit

Ein hörgeschädigtes Kind ist kein Kind, das nicht hören kann, sondern eines, das dabei ist, hören zu lernen. (Morag Clark 1989)

Zur Ausgangssituation: Die Eltern erfahren (idealerweise durch NHS), dass ihr Kind eine Hörschädigung hat und befinden sich in einem emotionalen Ausnahmezustand: Trauer, Angst und Schuldgefühle quälen sie, gleichzeitig werden sie mit Informationen konfrontiert; es bleiben Überforderung und Orientierungslosigkeit, bis es zum ersten Gesprächstermin mit dem Therapeuten für Auditiv Verbale Therapie (AVT) kommt, um ihnen Perspektiven aufzuzeigen. Häufig müssen sie ermuntert werden, ein natürliches Verhältnis und Verhalten zu ihrem Baby zu behalten bzw. wieder zu erlangen: Sprechen, Singen, Spielen, Schmusen mit dem Kind. Ihr Selbstvertrauen und das Urvertrauen in die Stärken des Kindes müssen gestärkt werden – mit gegenseitigem Vertrauen.

Anforderungen an den AVT-Therapeuten: Er muss den Eltern mit Wertschätzung und emotionaler Wärme begegnen,  ihnen einfühlendes, nicht wertendes Verstehen, Echtheit und Kongruenz vermitteln. (Rogers 1972/1973) Er muss fähig sein zu Achtung, Wärme, Rück-sichtnahme, zu fördernden, nicht-dirigierenden Einzeltätigkeiten (Tausch und Tausch 1979). Wesentlich für das Gelingen der Therapie ist die Befriedigung von: Bindung, Kontrolle, Lustgewinn/Vermeiden von Unlust und die Stärkung des Selbstwertgefühls (Grawe 2004). Dazu bedarf es der Selbstreflexion und -kontrolle z.B. anhand von Videos. Selbst das kleinste Zucken eines Mundwinkels wird von den Eltern registriert und kann als Geringschätzung interpretiert werden.

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Elke Hamann, M.Ed.Deaf
Therapeutin für AVT
Dr. Adrienne Blank-Koerber
Fachambulanz für AVT
Beusselstraße 32-33
10553 Berlin

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