Kann Schule Spaß machen?

Am Samstagabend fuhr ich zum Bahnhof, um Eileen abzuholen. Sie kam mir entgegen und sagte: „Alles okey dokey.“ Ich war beruhigt und gespannt darauf, was sie zu erzählen hatte, denn sie war eine Woche in der ‘Summerschool’ in Haubinda bei Fulda. Sie hatte dort Unterricht und auch viel Freizeit zusammen mit neun Jungen. Sie war tatsächlich das einzige Mädchen und mit einer Ausnahme waren alle CI-Träger.

In Mathe wurde Sudoku gelernt, was jetzt in Rekordzeit klappt. In Biologie haben sie Bienen untersucht und anschließend vergrößert aufgezeichnet. Gebacken wurden Apple-Crumbles und Muffins auf englisch und später wurde ‘Dinner for one’ einstudiert und vorgespielt. Eileen spielte die Rolle der Miss Sophie.

Unsere Geldstücke sind jetzt vergoldet, da sie im Physikraum Cent-Stücke erst versilbert und dann vergoldet haben. Eileen hatte viel Spaß – auch beim Fußballspielen – und sie hat sogar Skateboardfahren gelernt.

Wieder zu Hause wurde erst einmal der Pflaumenbaum untersucht und festgestellt, wo Norden, Osten, Süden und Westen ist, da die Bäume immer nach Westen Moos ansetzen.

Es gab viele Kleinigkeiten, die Eileen einfach von Haubinda übernommen hat, die ich gar nicht alle aufzählen kann. Auf einer normalen Schule fehlt einfach die Zeit für viele praktische Sachen. Dafür hat man dann in so einer besonderen Schule Zeit.

Dem Weiher wurden Wasserproben entnommen und diese dann unter dem Mikroskop betrachtet. Die Lehrer waren begeistert, wie konzentriert die CI-versorgten Kinder trotz anfänglichem Murren dann doch jede Stunde mitgearbeitet hatten.

Es wird diese ‘Summerschool’ in Haubinda im nächsten Jahr wieder geben und wenn Eileen dann Zeit hat, fährt sie sicher wieder mit. Super!

(Anm. d. Red.: Dieser Text wurde nach Stichpunkten von Eileen verfasst.)

Ellen Adler

Friedrichsgabener Weg 166

22846 Norderstedt

 

 

 

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