Entwicklungen, Entwicklungsbedürfnisse und Cochlea Implantat

Ich möchte in meinem Beitrag zum einen in knapper Form auf (relativ aktuelle) Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Cochlea Implantat eingehen, so wie sich die Situation derzeit aufgrund von empirischen Daten darstellt, zum anderen möchte ich auf Basis dieser Datenlage die Notwendigkeiten für CI-versorgte Kinder im Kontext des Wissens um kindliche Entwicklungsbedürfnisse diskutieren. Diese Zusammenführung von Entwicklungen einerseits und Entwicklungsbedürfnissen andererseits ist darin begründet, dass die Befundlage, wie zu sehen sein wird, derzeit in einer Reihe von Bereichen (vor allem in denjenigen, die die mittel- bis langfristigen Entwicklungen im Bildungsbereich und in der psychosozialen Befindlichkeit betreffen) nach wie vor sehr heterogen, d.h. widersprüchlich ist. Das ist ein Umstand, der nicht zwingend verwunderlich ist; es ist hinlänglich bekannt, dass die Gruppe der hörgeschädigten Kinder eben auch eine äußerst heterogene Gruppe darstellt. Um die Bildungschancen wie die psychische Entwicklung hörgeschädigter Kinder gleichermaßen positiv zu befördern, ist es entscheidend, diese Heterogenität zur Kenntnis zu nehmen. Tun wir das nicht, laufen wir Gefahr, nicht allen hörgeschädigten Kindern in vergleichbarer (nicht gleicher!) Weise optimale Bildungschancen anzubieten und ihnen im schlimmsten Fall sogar Schaden zuzufügen.

Entwicklungen im Zusammenhang mit dem CI – sicheres und ungesichertes Wissen

Zunächst ist festzuhalten, dass die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem CI – das kann man zweifelsohne festhalten – in den letzten zwanzig Jahren einen atemberaubenden Verlauf genommen haben. Ich möchte die enorme Entwicklungsdynamik in diesem Bereich an einem Beispiel deutlich machen. Marc Marschark, einer der derzeit weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der psychologischen Forschung im Bereich hörgeschädigter Kinder, machte auf dem 19. International Congress on Education in Sydney im Jahre 2000 drei Anmerkungen zum Thema ‘CI bei Kindern’ auf der Basis der damals vorliegenden Forschungslage (Marschark, 2004, S. 18):

 

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Prof. Dr. Manfred Hintermair, Dipl.-Psych.
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Institut für Sonderpädagogik
Zeppelinstr. 3
69121 Heidelberg

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