Der Schulalltag mit zwei schwerhörigen Kindern

Wir haben zwei mittelgradig schwerhörige Söhne im Alter von fünfzehn und zwölf Jahren. Der ältere Sohn besucht die 10. Klasse, der jüngere die 6. Klasse des Gymnasiums vor Ort.

Als bei uns vor zehn Jahren die Entscheidung ‘Schwerhörigenschule oder Regelschule?’ anstand, hatten wir es unheimlich schwer damit. Wir wollten den Lebensweg unserer Söhne so normal wie möglich gestalten, aber auch auf ihre Behinderung eingehen und sie nicht zu überforderten Außenseitern machen. Als nach langem Abwägen der Vor- und Nachteile die Entscheidung für die Regelschule fiel, stießen wir beim Direktor unserer Sprengelschule auf verschlossene Ohren. Daraufhin gingen wir auf die Suche nach einer geeigneten Grundschule für unseren älteren Sohn und wurden fündig: Im Nachbarort kam eine kleine erste Klasse mit achtzehn Schülern zustande und die Lehrerin hatte bereits einen schwerhörigen Jungen unterrichtet. Sie machte uns Mut, und so suchten wir uns ein Haus und zogen um.

Wir haben unsere Entscheidung bis heute an keinem Tag bereut. Unser Sohn wurde in der Klasse gut akzeptiert, obwohl er offensichtlich ‘anders’ war – nicht zuletzt auch optisch durch die Hörgeräte und die FM-Anlage. Seine Leistungen schwankten, hielten sich aber im Klassendurchschnitt. Dafür war es nötig, sich Zeit zu nehmen und viele Dinge zu Hause nachzuarbeiten. In den ersten drei Jahren war er nicht in der Lage, die Hausaufgaben alleine zu erledigen. Es war ein enger und guter Kontakt zu den Lehrern notwendig. Oft war es nicht ganz leicht zu erkennen, in welchen Fällen wir mehr von ihm verlangen konnten oder mussten, und wann er wirklich auf Grund seiner Hörschädigung Rücksicht brauchte.

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Sabine Gilson
Tetzelweg 42
91058 Erlangen

 

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