Wieviel Hören ermöglicht ein ABI

Aufgrund von Neurofibromatose 2 (NF2) und den beidseitigen Akustikusneurinomen bin ich im Alter von 22 Jahren ertaubt. Ich bin 37 Jahre, erlebte eine unbeschwerte Kindheit und eine normale Schullaufbahn inklusive Studienbeginn. Erst im Alter von siebzehn Jahren ertaubte ich 1987 links und 1991 dann rechts. Ein Jahr später wurde ich mit einem CI versorgt, das bis 2004 – also zwölf Jahre lang – besser funktionierte, als man ihm aufgrund der NF2 zugetraut hatte.

Fragte man mich als CI-Trägerin, ob ich mir vorstellen könne, eine Hirnstammprothese (ABI) zu haben, verneinte ich stets und sagte, dies sei für mich keine Relation zum Hören mit CI. Heute habe ich kein CI mehr, dafür ein ABI. 2004 wurde ich an zwei Akustikusneurinomrezidiven auf der CI-Seite operiert. Dass diese sich dort befanden, fand man erst während der OP heraus, weil man sie aufgrund der durch den CI-Magneten hervorgerufenen Artefakte im Kernspintomogramm nicht diagnostizieren konnte. Seitdem war das CI funktionsuntüchtig. Da ich kurz danach wegen eines weiteren Akustikusneurinomrezidivs auf der anderen Seite operiert wurde, war der Hörnerv auf beiden Seiten verletzt. Diesmal reagierte ich auf die Frage „ABI – ja oder nein?“ anders.

Meine Erfahrungen mit dem ABI sind weder allgemeingültig noch stellen sie den ‘Regelfall’ dar. Jeder erlebt seine Höreindrücke ganz individuell und reagiert anders auf Erfolge oder Misserfolge. Meine Einschätzung des ABIs ist davon geprägt, dass ich es mit meinem CI-Hören vergleiche, was nicht in jeder Hinsicht geht.

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Sabrina Emmerling
Jülicher Straße 162
52249 Eschweiler

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