Ein Tag mit Edith
Plädoyer für unverkrampften Umgang mit Hörgeschädigten

6.00 Uhr: Edith würde gern noch ein wenig schlafen. Gestern war sie mit einer Kollegin im Kino. Der Film war spannend und hatte gute Darsteller; wichtig waren die Untertitel: Edith ist hörgeschädigt. Dank einem Cochlea Implantat seit dem Vorschulalter kann sie recht gut hören und sprechen. Doch es strengt sie sehr an. Schnell gesprochene Dialoge im Film sind kein Freizeitgenuss, zumal das Ablesen von den Lippen der Schauspieler bei ausländischen Filmen mit Synchronisation eher irreführt.

Nach dem Kino haben die beiden jungen Frauen noch geplauscht. Franziska, die Kollegin, geht gern in Szenelokale mit Musik und gelegentlich in Brauerei-Gaststätten, wo viel und laut gelacht und quer über die Sitzreihen gescherzt und gerufen wird. Wie Franziska weiß, wären solche Geräusche für Edith sehr störend. Eine Unterhaltung mit vielleicht boshaften Bemerkungen über gemeinsame Bekannte, nicht bestimmt für die Ohren anderer Gäste, wäre in so einer Umgebung allzu mühsam. Franziska suchte ein ruhiges Café aus.

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Susi Ungricht Brumm
Alpenstr. 11
CH-8154 Oberglatt

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