‘Funkstille’ kontra Störlärm im Klassenzimmer?

Eine Stellungnahme zu einem alten Problem

In Ihrem Beitrag ‘Schlaue Schüler durch ruhige Klassenzimmer’ (Schnecke 62, S. 32) haben Irmi Bartl und Uli Girardet anschaulich berichtet, wie der Lärmpegel an Regelschulen besonders hörgeschädigten Schülern das Leben erschweren kann und welche baulichen Maßnahmen Abhilfe versprechen. Ergänzend muss aber darauf hingewiesen werden, dass auch die Schüler als ‘Verursacher’ mit rücksichtsvollem Verhalten wesentlich zur Entschärfung dieses Problems beitragen können. Erfahrungen eines Gehörlosenlehrers, der früher selber mit dieser Problematik konfrontiert war, belegen das.

Junglehrer musste sich vor 44 Schülern behaupten

Von meinem erlernten Handwerk hatte ich zum Studium der Pädagogik gewechselt. Ich wollte Volksschullehrer werden, wollte Schülern mehr als nur Kulturtechniken und Sachwissen vermitteln und wollte versuchen, meine Vorstellungen von einem ‘musischen Schulleben’ zu verwirklichen. Mit großen Plänen trat ich 1953 als Junglehrer meine erste Schulstelle an einer zweiklassigen Dorfschule an, in der ich die ‘Unterklasse’ mit 44 Schülern in vier Schülerjahrgängen übernehmen musste. Mein wesentlich älterer Vorgänger hatte die ‘Bande’, wie er sie nannte, mit ‘Stock und fester Hand’ regiert, sodass ich meinen Schülern wohl mehr, wie man heute sagt, als eine Art ‘Weich-Ei’ erschienen sein musste. Statt hochgesteckten Zielen nachzugehen, musste ich gegen die ‘Bande’ erst einmal um mein ‘pädagogisches Überleben’ kämpfen.

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Friedrich-Wilhelm Jürgens
Am Lammeufer 3
31162 Wesseln

 

 

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