Aktives Mittelohrimplantat mit neuen Indikationen

 

Das aktive Mittelohrimplantat Vibrant Soundbridge führt durch eine mechanische Stimulation des auditorischen Systems zu einer Hörverbesserung. Es wurde ursprünglich für Patienten mit sensorineuralem Hörverlust entwickelt und stellt mit einem Erfahrungszeitraum von mehr als zehn Jahren und mehr als 2.000 implantierten Geräten seit 1996 das ausgereifteste System in der klinischen Praxis dar [1-3]. Das System besteht aus einem externen Anteil, dem sogenannten Audioprozessor, der das Mikrofon, die Batterie sowie den digitalen Chip be- inhaltet. Durch den Audioprozessor (Abb. 1a) erfolgt die Signalaufnahme sowie -verarbeitung. Den zweiten, internen Anteil der Vibrant Soundbridge stellt das Implantat, Vibrating Ossicular Prosthesis (VORP) genannt, dar, an das sich der Floating Mass Transducer (FMT) anschließt (Abb. 1b). Der FMT gerät durch Signalübertragung in Schwingungen, das Signal wird an die Cochlea übertragen.

 

Bei der klassischen Ankopplung des Mittelohrimplantates wird der FMT über einen Clip am Amboss befestigt (Abb. 2). Wird bei dieser Versorgung mit einem Mittelohrimplantat ein Signal vom Audioprozessor aufgenommen und über die Kopfhaut des Patienten an die interne Spule übertragen, führt dies zur Aktivierung des am Amboss angekoppelten FMT. Diese Aktivierung führt zur Auslenkung des Ambosses und zum Energietransfer über den Stapes und das ovale Fenster an die Cochlea.

 

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Dr. Friederike Wagner

Klinik für HNO-Heilkunde
Unfallkrankenhaus Berlin

Warener Str. 7
12683 Berlin 

 

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