Vom guten Alten im Neuen

Ein Essay über Erziehung in Zeiten der frühen CI-Versorgung

„Alles, was wirklich zählt, ist Intuition.“ Albert Einstein

Effizienzhierarchien aus Elternsicht
Kathrin ist Mutter von drei Kindern: Sophie, 8 Jahre alt, congenital praktisch taub. Sie bekam mit elf Monaten ein Nucleus-CI rechts, mit 6;5 Jahren ein Nucleus-CI links. Paul, 5;9 Jahre alt, congenital praktisch taub. Er bekam mit 9 Monaten ein Nucleus-CI rechts, mit 4;4 Jahren ein Nucleus-CI links. Leonie, 3 Jahre alt. Sie hört normal. Sophie und Paul haben beide im Alter von 2;6 Jahren einen Regelkindergarten besucht. Sophie ist jetzt in der zweiten Klasse einer Regelschule, Paul wird dort im Herbst ebenfalls eingeschult. Alle drei Kinder verstehen und gebrauchen Sprache altersgemäß, Sophie eher überdurchschnittlich eloquent.

Wir befinden uns in einer CI-Anpasskontrolle für Paul und Sophie. Kathrin unterhält sich mit ihnen über die Spielregeln eines neuen Spiels und über den Tagesablauf nach dem Termin bei uns. Fünf Experten aus anderen CI-Centren sitzen im Hintergrund und hospitieren. Plötzlich fragt mich eine: „Wie ist denn die Rehabilitation gewesen, dass diese Kinder wie gut entwickelte, normal hörende Kinder kommunizieren?“ Ich gebe die Frage an Kathrin weiter: „Wie siehst du das? Was war wichtig für dich?“ „Das Wichtigste ist die Sicherheit von uns Eltern. Er hat uns unterstützt als Eltern. Zu vertrauen, an unser Kind zu glauben, unser Kind nicht zu zwingen, nicht die ganze Zeit zu reden, und uns sicher zu fühlen. Und die Trauer..., mit der Trauer zurechtzukommen. Ein Kind zu haben, das nicht hören kann oder nicht so hören kann wie andere Kinder hören können. Ich weiß nicht, wie oft ich hier geweint habe.“

(...)

Klaus Berger
Therapeutischer Leiter des
CIC Berlin-Brandenburg
Paster-Behrens-Str. 81
12359 Berlin

 

 

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