CI: mehr hören  =  mehr verstehen?

Für uns Hörbehinderte ist es ein Problem, Sprache von ‘Nicht-Sprache’ (= Nebengeräusche) zu unterscheiden; welche Geräusche dienen dem Verstehen? Bedeutet ‘mehr hören’ auch ‘mehr verstehen’?

Im Folgenden möchte ich beschreiben, wie ich zum CI kam und was es mir bringt. Wie meine Frau bin ich seit der Geburt an Taubheit grenzend hörbehindert, nur im Tieftonbereich haben wir bis 1.500 Hz Hörreste von ca. 80 dB. Seit dem ersten Lebensjahr sind wir beidseitig mit Hörgeräten versorgt. Die Lautsprache konnten wir dank des großen Engagements unserer hörenden Eltern erlernen. Unser ‘Verstehen’ erfolgt jedoch hauptsächlich durch das Absehen vom Mund. Wir verstehen durch ‘Sehen’.

Die Hörgeräte vermitteln uns lediglich meist schwer identifizierbare, aus dem Tieftonbereich stammende Geräusche. Sprache muss erst aus dem Geräuschsalat herausgefiltert werden. Haben wir diese Geräusche als Sprache erkannt, dann stellen sie häufig nur Wortbruchstücke dar. Gleich klingende Wortfetzen müssen wir erst in einen sinngebenden Zusammenhang bringen. Ohne Mundbild ist dies kaum möglich. Glücklicherweise können wir es, die Kommunikation mit Hörenden ist fast problemlos.

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Jan Haverland
Am Eichenhain 5
22885 Barsbüttel

 

 

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