Das Frankfurter Cochlea-Implantat-Konzept: Hörerhaltende Chirurgie

für jeden Patienten

 

Für viele Patienten, die vor der Entscheidung für ein Cochlea-Implantat (CI) stehen, steht zunächst die Sorge im Vordergrund, das ‘Restgehör’ auf dem zu implantierenden Ohr komplett zu verlieren. Auch wenn im Einzelfall kein oder ein sehr geringes Sprachverstehen mit den bis dahin getragenen Hörgeräten vorliegt, bedeutet der erwartete Verlust des gewohnten Hörens für viele Patienten eine große Unsicherheit in der Entscheidungsfindung fürs CI.


Bereits vor Jahren beschrieb der Cochlea-Implantat-Pionier Professor Ernst Lehnhardt die ‘Soft Surgery’-Cochlea-Implantation, bei der durch eine besonders schonende Operationstechnik die Zerstörung der Innenohrstrukturen vermieden werden sollte (Lehnhardt, 1993). In der damaligen Zeit war die CI-Versorgung auf vollständig ertaubte Patienten beschränkt; allenfalls waren Hörreste im Tieftonbereich zur Indikationsstellung erlaubt, sodass die ‘Soft Surgery’-Technik nicht ausreichend in Bezug auf die Möglichkeiten des Hörerhalts untersucht werden konnte.

 

Einer der wohl bahnbrechendsten Ansätze in der Versorgung von CI-Patienten der letzten Jahre hatte u.a. an der HNO-Universitätsklinik in Frankfurt ihren Ursprung: Die Aussicht, ein noch mit Hörgeräten zum Sprachverstehen nutzbares Restgehör zu erhalten und gleichzeitig ein CI in die
Hörschnecke einzusetzen, war vor ca. zehn Jahren die Motivation für Pioniere, wie Prof. Dr. C. von Ilberg, diesen mutigen Schritt gemeinsam mit den ersten Patienten zu gehen. Die ersten Berichte über einen funktionellen Hörerhalt nach einer Cochlea-Implantation kamen damit 1999 aus der Frankfurter HNO-Klinik (von Ilberg et al, 1999).

 

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Prof. Dr. Timo Stöver
Dr. Silke Helbig
Prof. Dr. Katrin Neumann
Prof. Dr. Uwe Baumann

HNO-Klinik der Goethe-Universität Frankfurt

Theodor-Stern-Kai 7

60590 Frankfurt am Main

 

 

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