Sie klingt nach wohltuender Ruhe und geistiger Erholung, die Stille. Für Ertaubte oder taub geborene Menschen und ihre Angehörigen ist sie jedoch Schicksal. Doch ein technisches Wunder, das Cochlea-Implantat, kann den Weg zurück aus der Stille ebnen.

Die Stille kommt auf leisen Sohlen

Im Jahre 1975, im Alter von 31 Jahren, bin ich durch eine Viruserkrankung ertaubt. Zu diesem Zeitpunkt hatten meine Frau und ich als studierte Apotheker gerade eine Apotheke in Liestal übernommen. Die dreifache Belastung durch Beruf, Militär (Kommandant einer Sanitätskompanie) und als neu gebackener Vater zusammen mit einer körperlichen Schwäche ist mir vermutlich zum Verhängnis geworden. Ich erkrankte an einer Labyrintitis (Entzündung der Gleichgewichtsorgane). Innerhalb von Wochen verschlechterte sich mein Zustand kontinuierlich bis hin zur totalen Taubheit. Dieses Gefühl von Fassungslosigkeit sitzt bis heute tief. Ich war plötzlich nicht nur von der Umwelt, sondern von mir selbst getrennt. Ich schrie zu Hause herum, um doch wenigstens meine Stimme zu hören. Aber da war nichts. Mit dieser Stille musste ich dann die nächsten dreizehn Jahre leben, denn damals gab es noch keine brauchbaren Cochlea-Implantate.

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Hans-Jörg Studer
Präsident CI-Interessengemeinschaft Schweiz
Eglisackerstr. 23
CH-4410 Liestal

 

 

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