Ohne Hören lebe ich im Vakuum

Schwerhörig aufgewachsen, lebte ich von 1974 bis 1984 in völliger Stille. Die Kommunikation in meinem lautsprachlichen Umfeld – niemand außer mir war schwerhörig, geschweige denn taub – erfolgte durch das Absehen von den Lippen, manchmal auch durch Aufschreiben. Meine eigene Stimme fühlte ich, sprach jedoch mangels des Hörens mal zu laut und dann wiederum zu leise.

Schon als Kind hörte ich mein Umfeld nicht vollständig. Der einzige Vogel z.B., den ich hörte, war der Kuckuck. Nach zehnjähriger Taubheit fühlte ich die Geräusche des Alltags – das Wasser, als es aus der Leitung lief, die Schritte, als jemand auf einem Flur an mir vorbeiging, die Musik ‘nur wenn sie laut ist’ und mein Singen, wenn mir – nachdem die Wäsche gebügelt war – der Hals weh tat.

Im November 1984 bekam ich dann mein erstes Cochlea-Implantat (CI), Professor em. Dr. Dr. h.c. Ernst Lehnhardt sei dank. Die ersten Höreindrücke nahm ich eher ruhig an, war ich es doch inzwischen gewohnt, meine Emotionen zurückzunehmen. Die eigene Stimme war unglaublich!

(...) 

Hanna Hermann
Redaktion Schnecke /
schnecke-online

 

 

Den vollständigen Text übermitteln wir Ihnen auf Anfrage! Die Redaktion Schnecke

 

... und weitere interessante Artikel lesen Sie bitte in der aktuellen Ausgabe, zu bestellen bei der Redaktion!