Bulletin zum neuen Hören

Ich bin durchaus euphorisch angesichts dessen, was ich seit dem 15. März 2010, ca. 15.30 Uhr, auf dem rechten Ohr (wieder) höre. Es ist nun noch nicht so, dass das rechte Ohr ein besseres Sprachverstehen als das linke mit Hörgerät hat. Aber es ist sehr aufregend, was ich überhaupt an hohen Tönen auf dem rechten Ohr höre.

Mein Freund Christian hatte mir schon angekündigt, dass ich erst einmal ‘schief’ hören würde. Das ist ja nun eine verharmlosende Formulierung. Ca. fünfzehn Jahre habe ich auf dem rechten Ohr so gut wie gar nichts gehört. Und jetzt ist da ‘Krawall’. Ich habe es sehr genossen, im rechten Ohr heute auf der Straße das Knirschen des Streuguts unter meinen Schuhen laut und deutlich und in hohen Tönen zu hören. 

Mein Gehirn erhält Signale, die sehr lange völlig verschwunden waren. Was ich links als ‘normal’ hörte und höre, wurde eben in den Gehirnwindungen sogar zu einem räumlichen Hören zusammengefügt. Nun fällt das signifikant auseinander. Stefan Gräbel von der Charité meint aber, dass mein Gehirn – er sagt immer Intelligenz – das unterschiedliche Hören wieder hübsch zusammenfügen wird.

(...) 

Dr. Torsten Flüh
Medienwissenschaftler, Blogger, Autor
Gerichtstr. 31
13347 Berlin

 

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