Das Symptom ‘Tinnitus’

Margit Gamberoni beschrieb sehr deutlich, wie der Tinnitus das erste Signal der beginnenden progredienten Schwerhörigkeit war und wie er zum ‘Begleiter’ wurde.

Tinnitus ist in unserer Gesellschaft ein häufiges Phänomen, nach Schätzungen tritt er bei 5 bis 20 % aller Menschen auf. Die meisten Menschen führen den Tinnitus auf Stress oder unangenehme Erlebnisse zurück. Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Symptom: Die Ursachen und der Belästigungsgrad durch den Tinnitus sind sehr unterschiedlich. Während die einen den Tinnitus zwar wahrnehmen, aber nicht als störend empfinden, ist er für andere unerträglich laut und quälend, interessanterweise spielt hierfür die Lautstärke, die Tonhöhe oder die Art des Geräusches, z.B. Pfeifen, Rauschen usw., keine Rolle für die Lästigkeit.

Fast jeder Mensch empfindet Tinnitus, wenn er für einige Minuten in einem akustisch sehr gut abgeschirmten Raum, z.B. ein ‘schalltoter Raum’, ist. Das Gehör sucht nach einiger Zeit nach Geräuschen und so wird schließlich ein Tinnitus generiert. Ganz ähnlich ist wohl der Mechanismus, der den Tinnitus bei Schwerhörigen und Gehörlosen entstehen lässt. Der fehlende Input vom Ohr führt zu ‘Irritationen’ im Bereich des Hörnervs und schließlich zu einem Phantomgeräusch. Vor Jahrzehnten wurde in solchen Fällen vereinzelt versucht, den Hörnerv zu durchtrennen, was aber zu keiner Besserung führte.

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Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe    
Universitätsklinikum Erlangen
HNO-Klinik
Waldstr.
1
91054 Erlangen

 

 

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