Einsatz von Zusatztechnik: Lust oder Frust?

Hochleistungsfähige Hörhilfen wie moderne digitale Hörsysteme und Cochlea-Implantat (CI) stoßen in geräuschvoller Umgebung und über größere Distanz trotz spezifischer Mechanismen wie Störschallunterdrückung und Hervorhebung des Nutzsignals ‘Sprache’ nach wie vor an Grenzen und funktionieren nie so wie zwei gesunde Ohren mit einem intakten zentralen Verarbeitungsapparat. Vollständiges Sprachverstehen wird da erst mit zusätzlicher Technik erfolgreich sein, die Sicherheit gibt, wichtige Informationen nicht zu verpassen und Sprache vollständig zu empfangen. Zusatztechnik trägt entscheidend dazu bei, dass ein barrierefreier Zugang zu lautsprachlicher Kommunikation auch in komplexen Hörsituationen gelingt. Ohne Zusatztechnik muss wesentlich mehr kognitive Kapazität für Verstehensprozesse aufgewendet werden. Die Konzentration sollte jedoch v.a. in Schule und Beruf für den Inhalt und nicht für die Diskrimination von Sprache verwendet werden.

Besseres Sprachverstehen mit Hilfe moderner Zusatztechnik
Das Prinzip von Zusatztechnik zur Verbesserung des Sprachverstehens in schwierigen Hörsituationen ist folgendes: Der Sprecher spricht in ein Mikrofon, das dort aufgenommene Schallsignal wird einem speziellen Verstärker zugeleitet und über eine Induktionsschleife, Infrarotlicht oder Funk direkt an Hörgerät oder CI übertragen. Bei Funkübertragungssystemen ist es erforderlich, dass für jeden Raum ein eigener Kanal zur Verfügung steht. Infrarotsysteme können in beliebig viele nebeneinander liegende Räume installiert werden, es muss aber auf Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger geachtet werden.

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Barbara Bogner M.A.
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Hörgeschädigtenpädagogik
Keplerstr. 87
69120 Heidelberg

 

 

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