Hörend – taub – schwerhörig mit CI

Liebe Schnecke-Leser, darf ich mich kurz vorstellen – ich bin Jahrgang 1956, normal hörend, 1981 Ertaubung durch Arbeitsunfall, 1992 CI-Versorgung in der MHH.

Dass ich heute wieder ‘h  ö r e n’ kann, empfinde ich als ein kleines Wunder. Auch wenn ich nicht alles verstehe und bei Nebengeräuschen meine Mühe habe, überhaupt etwas wahrzunehmen: Meine damalige Ertaubung war eine sehr schwierige Zeit. Wenn man plötzlich von heute auf morgen aus der hörenden Welt herausgerissen wird und dann in unendlicher Stille – bei voller Taubheit – das Leben meistern möchte, ohne sich aufzugeben, ist man oft der Verzweiflung nahe und spielt mit dem Gedanken allem ein Ende zu machen, denn es war in einer Zeit, als es noch kein CI gab.

Was blieb weiter übrig, als sich mühevoll das Lippenabsehen mehr oder weniger anzueignen? Das änderte sich, als ich meinen ersten Kontakt mit Gehörlosen hatte. Ich kann mich heute noch gut erinnern, als ich damals die Gehörlosen schnell und wild durcheinander mit Gebärden gestikulieren sah. Ich stand da wie ein begossener Pudel und machte eine freundliche Miene, obwohl ich nichts verstand.

(...)

Helmut Rühr
Landesverband Bayern der Gehörlosen e.V.   
Blumenstr. 5
95496 Glashütten 

 

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