Können Geräusche ein Gewinn sein? Interview mit Karl-Uwe Ohligmacher

Karl-Uwe Ohligmacher wurde 1949 in Weinheim an der Bergstraße geboren. Seine Eltern waren beide Ärzte, er hat zwei Schwestern, einen Bruder und ist der jüngste Sohn der Familie – und der einzige, der gehörlos ist.

Welche Erinnerungen hast Du an Deine Kindheit?

Meine Eltern und Geschwister haben mit mir nur lautsprachlich kommuniziert – niemand von uns kannte bzw. konnte die Gebärdensprache. Als ich etwa fünf Jahre alt war, kam ein Student, der mit mir zusätzlich Verstehen und Sprechen geübt hat. Das Absehen von den Lippen war die Basis für meine Kommunikation. Ich lernte sprechen, wenn es auch nicht so gut gelingt, wie es ‘normal’ der Fall ist. Während der Grundschulzeit bekam ich von einem Privatlehrer zusätzlich daheim Unterricht. Von Geräuschen hatte ich damals – wie heute – keine genaue Vorstellung.

In welche Schule wurdest Du im Alter von sechs Jahren eingeschult?

Ich besuchte die Gehörlosenschule in Heidelberg. Am Anfang trug ich damals Hörgeräte. Damit hörte ich nur Geräusche, die ich als tiefe oder hohe Töne wahrnahm. In der Schule habe ich Gebärdensprache und Lautsprache gelernt. Nicht alle Lehrer unterrichteten mit Gebärden!

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Hanna Hermann

 

 

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