Schriftsprachfähigkeiten von Grundschulkindern mit CI


Lesen und rechtschreiben zu können, gehört in unserer Gesellschaft zu den wichtigsten Kulturtechniken. Beherrscht man sie nicht, ist die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung des Menschen erheblich gefährdet und seine Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben bedroht. Seit der PISA-Studie im Jahr 2000 wurden Probleme beim Schriftspracherwerb, die im deutschen Bildungssystem massiv zutage traten, zum Gegenstand des öffentlichen Interesses. Noch gravierender war jedoch die Situation bei Kindern mit Hörschädigungen: Immer wieder wurde in Studien festgestellt, dass die Mehrzahl der Jugendlichen mit hochgradigen Hörschädigungen am Ende ihrer Schulzeit nur das Leseniveau von Viertklässlern erreicht und damit im Stadium des funktionellen Analphabetismus verbleibt.

Führt aber nicht die zunehmende Versorgung der Kinder mit CI und die damit einhergehende Verbesserung ihrer Hörfähigkeit und Lautsprachentwicklung auch zu höheren Kompetenzen beim Lesen und Rechtschreiben? Diese Frage wird nun erstmals im deutschen Sprachraum systematisch von einer Forschergruppe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg untersucht. Seit einem Jahr werden ca. 30 Kinder mit CI aus dem gesamten Bundesgebiet jeweils am Ende der Klassenstufen 2, 3 und 4 mit verschiedenen Verfahren zur Diagnose des Lese- und Rechtschreibkönnens getestet, um herauszufinden, wie sich ihre schriftsprachlichen Kompetenzen über die Grundschulzeit hinweg entwickeln und welche Schwierigkeiten eventuell bei ihnen auftreten.

 

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Prof. Dr. Gottfried Diller
Dr. Peter Graser
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Institut für Sonderpädagogik
Keplerstr. 87, 69120 Heidelberg

 

 

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