Selbsthilfe braucht Selbstfindung

In Organisationen von Betroffenen können die Mitglieder alles an die Funktionäre oder Wissenschaft abgeben. Das hat eine beruhigende Wirkung, schöpft aber die Möglichkeiten bei Weitem nicht aus. Wichtig ist der Austausch von Erfahrung und Beratung. Langfristig hilft jedoch am meisten die Selbsthilfe, die zumeist auch vorgesehen ist oder im Zentrum steht. Damit machte ich bereits als Schüler positive Erfahrung, indem ich in Englisch nur einmal keine Note 5 hatte, als ich selbst Nachhilfe in Englisch gab. 

Meine Augenerkrankung trat erst am Ende meiner Berufstätigkeit auf. Insofern hatte ich Glück. Bis zur Erblindung dauerte es über zehn Jahre, was mir Zeit gab, mich darauf einzustellen. Und ich muss nicht den völligen Lichtverlust befürchten. Dennoch vermisse ich in unserer Zeitung Retina aktuell eine Debatte über Grundfragen unseres Leidens oder Lebens, wie Hoffnung, Leiden, Behinderung, Krankheit. Oder was ist mit Schicksal und wie gehe ich damit um? Viele Vereine setzen da einen deutlichen Akzent, indem sie aktiven Umgang mit der Erkrankung fordern und fördern. Da fühle ich mich als einer der Achtundsechziger, die laut Mathias Horx das Schicksal abschafften. Das heißt für mich, ich habe die Verantwortung, wie ich mit meinem Leben umgehe, wie ich Positives verstärke und fokussiere, wo mein Können nun liegt oder entwickelt werden kann.

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Volker Weber
Kirchberg 23
98617 Rhönblick-Bettenhausen

 

 

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