Partnerschaft mit Hörbehinderung (er-)leben

 

Eine im späteren Leben eintretende Hörschädigung stellt für die Betroffenen einen tiefen Einschnitt in ihr Leben dar. Aber auch die Familienangehörigen – was oft übersehen wird – leiden unter den Veränderungen im Alltag. Eine Befragung unter 44- bis 62-jährigen Eheleuten, deren Ehepartner unter einer Hörschädigung leidet, ergab, dass fast die Hälfte der Ehepaare einen großen Einfluss der Hörschädigung auf ihre Beziehung spürt (Quelle: http://www.german.hear-it.org/). Oft sind beide Seiten frustriert, weil alte, bisher funktionierende Kommunikationsabläufe nicht mehr möglich sind, Missverständnisse das Miteinander erschweren und die bestehende Unsicherheit zur Sprachlosigkeit führt.

 

Eine Hörschädigung hat als Kommunikationsbehinderung Folgen für das Miteinander. Vieles, was bisher selbstverständlich war, muss umgedacht werden. Man kann einfach nicht mehr neben einer Tätigkeit frei quatschen, denn man muss immer darauf achten, dass Blickkontakt zu dem hörgeschädigten Partner besteht. So einfach mal was vom Nebenzimmer zurufen, funktioniert oft auch nicht mehr. Zudem ist Kommunikation für den hörgeschädigten Partner auch mit mehr Anstrengung verbunden als bisher. Da reichen Kraft und Energie neben dem anstrengenden Alltag oft nicht mehr aus, sich mit dem Ehepartner erst ‘über allgemeine, unwichtige Dinge zu unterhalten’. Im schlimmsten Falle werden nur noch elementare Dinge des Alltags besprochen. Die Beziehung wird immer sprachloser.

 

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Petra Blochius
Audiotherapeutin, CI-Trägerin

 

 

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