Spontanität und Lebendigkeit – trotz Hörschädigung?

 

„Was hast Du gesagt...?“, „Wie oft soll ich Dir noch sagen, dass Du mit mir nicht von einem Zimmer zum anderen reden kannst. So muss ich jetzt hinter Dir her laufen, damit ich Dich überhaupt verstehen kann.“, „Verflixt noch mal.“

Ade meine Spontanität, die mich ausmacht, die geliebt wurde, Lebendigkeit, wo bist du geblieben?

Das unbedachte Gefühl, spontan von einem Zimmer in ein anderes Zimmer etwas zu rufen, schnell noch etwas hinterher zu rufen, etwas ins Ohr zu flüstern – weg ist es. Die Schwerhörigkeit des Partners macht Leichtigkeit nicht leicht. Unbefangenheit und Spontanität sind mittlerweile zu Fremdwörtern geworden für den normal hörenden Partner.

Aber was soll’s? Schön, dieser leichte, ablenkende Gedanke. Wenn er doch immer da wäre, wenn ich – die Normalhörende – ihn brauche. Lass mich die Leichtigkeit erkennen, wenn sich hin und wieder der Ärger des Nicht-gehört-Werdens einschleicht, damit sich nicht noch mehr anhäuft, was die Ebenen zwischen schwer Hören und normal Hören verhärtet. Und dabei entdecke ich, wie viele Gedanken ich mir mache, um private Turbulenzen – auch in mir – in Grenzen zu halten.

 

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Edith Baillieu
Praxis für Psychotherapie (HPrG) 

 

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