„Musik wird oft nicht schön gefunden…“

 

Musik und Cochlea-Implantat
„Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.“ Wie passend doch diese Worte von Wilhelm Busch zum 17. Friedberger Cochlear-Implant-Symposium zum Thema ‘Musik und Lärm’ sind, dem ich Anfang Juli mit großem Interesse folgte. Zwischen den Vorträgen gab es angeregte Gespräche im Pausenfoyer: „Ja, das Thema ‘Musik und CI’ ist eben zurzeit sehr modern“, höre ich da. Dieser Satz stimmt mich nachdenklich.

 

Ist Musik wirklich nur ein Modethema? Werde ich zu Fortbildungen und Workshops nur deshalb eingeladen, weil es eben gerade ‘in’ ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen? Und was passiert, wenn die Modewelle ‘Musik’ abflacht? Möchte dann niemand mehr wissen, warum manche CI-Träger Musik lieben, und andere wiederum sehr gut auch ohne Musik leben können? Und warum nicht wenige CI-Träger darunter leiden, Musik nicht mehr wie früher erleben zu können? Was passiert, wenn Studien zeigen würden, dass Musik keinerlei sogenannte Transfereffekte in sich trägt? Wenn Untersuchungen zum Beispiel ergeben würden, dass sich das Sprachverständnis durch Beschäftigung mit der Musik nicht verbessert und dass das Verstehen im Störlärm nicht mit Musik trainiert werden kann – würden wir Musik dann aus den Rehabilitationsplänen streichen?

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Dr. Ulrike Stelzhammer-Reichhardt
Musik- und Bewegungspädagogin

 

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