Die Volkskrankheit Schwerhörigkeit – unter dem Aspekt von Kosten und Nutzen aus persönlicher und gesellschaftlicher Sicht

 

Unabhängig vom Lebensalter führt die Innenohrschwerhörigkeit die Statistik der chronischen Erkrankungen in Deutschland an. Auch in Europa ist die Hörminderung zweifellos das führende Gesundheitsproblem mit über fünfzig Millionen Betroffenen bei einem Hörverlust von über 25 dB (Maastricht Report 2000). Exakte Zahlen zur Inzidenz sind nicht bekannt, insbesondere auch nicht zur Altersverteilung und somit zur Therapiehäufigkeit. Man darf aber annehmen, dass bei einer sogenannten Innenohrschwerhörigkeit die Notwendigkeit einer apparativen Versorgung bei 60- bis 69-Jährigen unter 40 % und bei 70- bis 90-Jährigen über 50 % liegt.

In Deutschland schätzen wir, dass ca. zwölf Millionen Menschen von einer Innenohrschwerhörig-keit (ca. zwei Millionen von einer Mittelohrschwerhörigkeit) betroffen sind. Im Vergleich dazu vermutet man, dass das Auftreten von Herzrhythmusstörungen deutlich weniger häufig ist – es betrifft nach entsprechenden Angaben der internistischen Fachärzte elf Millionen Menschen in Deutschland. Die mittlere Lebenserwartung ist in Deutschland auf jenseits des 75. Lebensjahres angestiegen (Daten von 2005). Es existieren Schätzungen, dass die demografische Struktur einen Anstieg schwerhöriger Personen in Europa von etwa 20 % erwarten lässt.

 

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Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat
Medizinische Hochschule/HörZentrum Hannover

 

 

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