Lehrerin für hörgeschädigte Schüler
– Gedanken aus 16 Jahren Unterrichtspraxis

 

„Würdest Du heute noch mal den gleichen Beruf wählen?“, werde ich immer mal wieder gefragt. Als von Geburt an taube Lehrerin für hörgeschädigte Schüler habe ich in den letzten Jahren einen großen Wandel sowohl in der Schülerschaft als auch in der Unterrichtspraxis erlebt. Ein Beispiel: Als ich vor 16 Jahren in den Schuldienst trat, war das Wort „Inklusion“ weitgehend unbekannt – heute ist es nicht mehr aus der Schulpolitik wegzudenken...

Es ist noch gar nicht so lange her, dass es in Deutschland undenkbar war, dass hörgeschädigte Menschen den Lehrberuf für Hörgeschädigte ergreifen könnten. Noch im Jahr 1989, ein Jahr vor meinem Abitur, riet mir ein (hörender) Lehrer für hörgeschädigte Schüler bezüglich meines Wunsches: „Du solltest anfangen, realistisch zu denken!“

Dass solche Bedenken damals fast ausschließlich von (hörenden) Lehrern für hörgeschädigte Schüler kamen, ist sehr bezeichnend für ein Land, in dem es über hundert Jahre zuvor keine Frage war, dass selbst von Geburt an taube Menschen bei entsprechender Eignung Lehrer für Gehörlose und sogar Direktor an Gehörlosenschulen werden konnten.

 

(...)

 

Maike Stein

Sonderschullehrerin am Zentrum für Hörgeschädigte

Nürnberg

 

Den vollständigen Text übermitteln wir Ihnen auf Anfrage! Die Redaktion Schnecke

 

... und weitere interessante Artikel lesen Sie bitte in der aktuellen Ausgabe, zu bestellen bei der Redaktion!