(Noch) Integration oder (schon) Inklusion?
Gemeinsame Unterrichtung Hörender und Hörgeschädigter


In diesem Artikel wird am Beispiel des Wilhelm-Remy-Gymnasiums in Bendorf in Verbindung mit der Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige Neuwied ein funktionierendes Modell der gemeinsamen Unterrichtung Hörender und Hörgeschädigter aufgezeigt. Es wird nicht darum gehen, theoretische Aspekte der allgemeinen Integrations- bzw. Inklusionsdiskussion aufzugreifen. Es würde an dieser Stelle zu weit führen und ist bereits an anderer Stelle ergiebig behandelt worden (z.B. Broughton 2009 oder Burger, Hintermair 2011). Stattdessen werde ich mich bemühen, die für die Kooperation wichtigen Bereiche zu benennen und bisherige Vorgehensweisen darzustellen sowie in knappen Worten die zukünftige Perspektive aufzuzeigen.
 

1. Fachliche Einordnung
Wirft man einen Blick in die hörgeschädigtenpädagogische Fachliteratur, so stellt man fest,
dass es schon seit längerem Versuche gibt, den Grad der „Integration“ bzw. das Ausmaß der gemeinsamen Unterrichtung zu klassifizieren. Löwe (1974) unterscheidet in seinem Gutachten auf verschiedenen Stufen unterschiedliche Verwirklichungsgrade der Integration, angefangen
bei der vollen Integration (Stufe 1) bis hin zur vollen Segregation (Stufe 9). Burger und Hintermair (2011) verwenden ein Klassifikationsschema, das die drei Stufen „Einzelintegration“, „Integra-tionsklassen“ und „Sonderschule“ bzw. „Zentrum für Hörgeschädigte“ unterscheidet und mir für die Einordnung des vorliegenden Kooperationsprojektes geeigneter erscheint. 

 

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Bernd Günter

Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige Neuwied

 

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