Studium und Beruf – zuerst hörend, dann mit zwei Cochlea-Implantaten

 

August 2000: Chemieunterricht mit 27 Schülern im 10. Schuljahr an einer Hauptschule. An zwölf Bunsenbrennern untersuchen Jugendliche Stoffe und wollen herausfinden, welcher Stoff brennt und welcher nicht. Als Lehrerin für die Fächer Deutsch, Biologie, Chemie und Evangelische Religionslehre bin ich überzeugt davon, dass insbesondere Schülerorientierung durch selbsttätige Erkenntnisgewinnung für die Umsetzung des Bildungsauftrags bedeutsam ist. Im Chemieunterricht trage ich große Verantwortung, muss mit Augen, Ohren und Nase aufmerksam sein. Fähigkeiten und Voraussetzungen, über die ich vor meiner Ertaubung nie nachgedacht hatte.

 

April 2012: Chemieunterricht an einer Schule für Hörgeschädigte. Unterricht mit „nur“ elf hörgeschädigten Schülern, die Hörgeräte und/oder CIs tragen. Auch sie untersuchen Stoffe und auch bei ihnen orientiert sich die Intention des Unterrichts an der Erkenntnisgewinnung beim Experimentieren. Nicht nur meine Schüler, sondern auch ich habe nun andere Voraussetzungen, denn ich bin jetzt hörgeschädigt.

 

(...)

 

Ute Jung

Landesschule für Gehörlose und Schwerhörige Neuwied

 

Ausgabe: Schnecke 77, Seite 10

 

 

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