Zuhören unter erschwerten Bedingungen:

Schlechte Sprachqualität macht manchen Menschen weniger zu schaffen als anderen

 

Ob im Stimmengewirr in einer lauten Kneipe oder bei schlechtem Telefonempfang: Für die Verarbeitung gesprochener Sprache muss sich das Gehirn immer wieder an widrige akustische Bedingungen anpassen. Wissenschaftler am Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften haben nun Faktoren identifiziert, die beeinflussen, wie gut diese Anpassung gelingt: An künstlich „verrauschte“ Sprache gewöhnten sich Versuchsteilnehmer umso schneller, je dichter ihre Hirnsubstanz in einer Region des Zwischenhirns war. Auch nicht-sprachliches Hören spielte eine wichtige Rolle.

 

Wer eine laute Kneipe betritt, kann anfangs meist kaum sein eigenes Wort und noch weniger sein Gegenüber verstehen. Doch nach kurzer Zeit schaffen wir es, den Lärm auszublenden und können uns fast normal unterhalten. Ähnliches passiert, wenn wir mit jemandem sprechen, der einen ungewöhnlichen Akzent hat. Unser Gehirn ist in der Lage, sich sehr schnell an solche Gegebenheiten anzupassen.

 

(...)

 

Julia Erb
Max-Planck-Forschungsgruppe Auditive Kognition

04103 Leipzig

 

 

 

Ausgabe: Schnecke 78, S. 42

 

 

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