„Es reicht nicht, schwerhörig zu sein, Baby – Du musst auch noch gut damit umgehen!“

Am Schlimmsten sind diese Momente, in denen man eigentlich nichts als Zuspruch und Motivation braucht – aber dennoch eine ordentliche Watschen bekommt. So wie heute mein Bekannter D. 

Als er nach einem Hörsturz plötzlich kaum noch etwas hörte, entschloss er sich ziemlich schnell zu elektrischen Ohren, also Cochlea-Implantaten. Dann kehrte er wieder ins Berufsleben zurück, allerdings bei einem anderen Arbeitgeber. Telefonieren war ein wichtiger Teil des Jobs. Dem Arbeitgeber und den Kollegen erzählte er zunächst nichts von seiner Schwerhörigkeit. Erst als die Nerven nach ein paar Monaten blank lagen, weil er bei jedem Telefonklingeln in Panik geriet, ob er den Anrufer auch verstehen würde, überlegte er, ob er es vielleicht doch sagen sollte. Schließlich erzählte er es. Das Gespräch war wohl nicht schön. und er wurde nach Ende der Probezeit nicht weiterbeschäftigt. Seine ansonsten guten Leistungen hätten keine Rolle gespielt, sondern nur dass er nicht richtig funktioniert habe.

 

(...)

 

Alexander Görsdorf

 

Ausgabe: Schnecke 78, S. 14

 

 

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