Probleme im Krankenhaus mit CI 

 

Ich wurde nach einer Medikamentenverwechslung als Notfall in die Klinik eingeliefert, die, wie man mir wörtlich sagte, „bis unters Dach voll“ war. Darum konnte ich kein Zweibettzimmer mit „Chefarztbehandlung“, auf das ich wegen meiner Zusatzversicherung Anspruch gehabt hätte, bekommen. Da denkt man vielleicht: „Ein Bett mehr, das ist doch kein großer Unterschied!“ Aber: Die zwei normal hörenden Mitpatienten im Zimmer unterhalten sich problemlos miteinander, und ich als schwer Hörbehinderter verstehe wenig oder nichts, besonders wegen der nur von einem Magneten am Kopf gehaltenen Spule des Cochlea-Implantates (CI), die sich sofort löst, wenn ich mich auf die implantierte Seite lege. Ich nehme die Spule deshalb im Bett meistens ab, damit ich mich bewegen kann.

 

Für die Schwestern und Pfleger – sie wechseln zweimal am Tag (zusätzlich die Nachtschwester) –, ist es schwer zu erkennen, ob ich gerade höre oder nicht. Jeder Einzelnen muss ich auch immer wieder erklären, dass ich mit einem CI höre, sie also nicht laut schreien muss, falls es mir nicht gerade mal wieder vom Kopf gerutscht ist. Dann bin ich ja taub!

 

(...)

 

Dieter Grotepaß

 

 

Ausgabe: Schnecke 78, S. 67

 

 

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