Musizieren mit oder trotz Hörbehinderung

Mein Vater hat gerne gesungen, und so lernte ich viele Lieder bei ihm, die mich als Schatz begleiteten. Als Kind und als Jugendliche hatte ich Klavierunterricht. Mit Anfang vierzig wurde ich hörbehindert: mittel- bis hochgradige Innenohrschwerhörigkeit beidseits. Als Internistin war ich auf eine gute Kommunikation unbedingt angewiesen, sodass ich Hörgeräte trug und mir in meinem Sprechzimmer eine Ringschleife legen ließ. Auf einem Ohr hatte ich Induktion eingeschaltet, auf dem anderen Ohr das Sprachprogramm. Das Mikrofon für die Induktion war an der Tischplatte mir gegenüber befestigt an der Seite also, an der meine Patienten saßen. Gute Verstärker in Stethoskopen gab es in den 1970er-Jahren schon und so konnte ich meinen Beruf als Ärztin weiter ausüben.

Im Jahr 2000 habe ich mir eine gute Altblockflöte gekauft und bei einer qualifizierten Musiklehrerin  Flötenunterricht genommen. Auf dem Tennisplatz sagte eine Spielerin zu mir: „Du hast doch eine Altblockflöte, wir können dich in unserem Flötenkreis gebrauchen!“ Diesen habe ich mir angeguckt, doch der Dirigent hatte kein Interesse an mir, und ich kam auch nicht mit. Mir fehlte die Übung und ich bin kein zweites Mal hingegangen. Nach einiger Zeit wurde ich wieder angesprochen, es sei jetzt ein neuer Dirigent da.

(...)

Dr. Dietmut Thilenius

 

Ausgabe: Schnecke 79, S. 17

 

 

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