Hörhindernisse selbstständig überwunden

 

Ich bin 49 Jahre alt und seit meinem vierten Lebensjahr durch eine Hirnhautentzündung rechts taub und links an Taubheit grenzend schwerhörig. Nach meiner Krankheit hat meine Großmutter bemerkt, dass ich auf Fragen nicht richtig antwortete oder gar nicht reagierte. Bei einer Untersuchung stellte man eine Schwerhörigkeit fest. Ich wurde beidseitig mit Taschenhörgeräten versorgt. Irgendwann klagte ich darüber, dass die Hörgeräte so laut waren. Die Akustikerin versorgte dann beide Ohren mit nur einem Taschengerät. Meine Mutter wurde stutzig, wieso ich es als so laut empfinden konnte. Sie dachte nur, vielleicht ist da ja doch noch Restgehör vorhanden, nahm mir das Hörgerät ab und sprach direkt in mein Ohr. Ich erinnere mich heute noch, wie sanft ihre Stimme klang. Ganz anders als mit dem Hörgerät.

 

Durch das viele Hör- und Sprachtraining konnte ich mit den neuen Taschenhörgeräten recht bald am Geschehen wieder teilnehmen. Meine Sprache hatte sich nicht verschlechtert. Durch den Neuerwerb von Wörtern, die ich noch nicht kannte, schlichen sich jedoch Sprachfehler ein. A, e, i, o, u konnte ich noch gut von den Lippen absehen. Sch, ch, h, s, z, tz konnte ich nicht richtig hören und habe es total falsch ausgesprochen.

 

(...)

 

Sabine Heyde-Dannenberg

 

 

 

Ausgabe: Schnecke 79, S. 31

 

 

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