"...wenn das nämlich erfolgreich wird mit der Implantation..."

Die Ergebnisse belegen, dass sich im Alltag dieser Familien nach der Cochlea-Implantation Veränderungen ergeben: Die CI-Versorgung der Kinder bringt ein Mehr an Terminen bei unterschiedlichen Ärzten und Therapeuten mit sich, die aber gern in Kauf genommen werden. Die täglich erforderliche Unterstützung durch hörende Bezugspersonen soll den Lautspracherwerb sowie weitere Entwicklungsprozesse des Kindes positiv beeinflussen. Dabei wird das Angewiesen-Sein auf außenstehende Personen zu keiner Zeit als Einmischung in das private Familienleben empfunden. Aufgrund ihrer reiflichen Überlegungen während der Entscheidungsfindung im Vorfeld der CI-Versorgung sind sich die Eltern der Konsequenzen bewusst.

Entscheidend ist nicht die eigenständige Erledigung „aller elterlichen Verpflichtungen", sondern das Schaffen eines günstigen Lernumfeldes für das Kind. Teilweise wünschen sich die Eltern weitere Hilfsangebote, z.B. eine Kinderkrippe für Kinder mit Hörschädigung oder mehr integrativ arbeitende Spielgruppen für hörende und hörgeschädigte Kinder. Dennoch oder gerade deshalb fühlen sich die Eltern in der besonderen Verantwortung, ihrem CI-versorgten Kind als Ausgleich zu der intensiven Lautsprachförderung genug Raum und Zeit für das „Kind-Sein" einzuräumen.

(...)

Kirstin Busch
Prof. Dr. Annette Leonhardt
LMU München

 

Ausgabe: Schnecke 79, S. 34

 

 

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