Hören und Verstehen in Kranken- und Altenpflege aus Hörtaktik wird „Angebotstaktik“

Ute R., 55, schwerhörig, Hörgeräteträgerin, liegt nach einem Unfall im Krankenhaus. Sie ist bei Bewusstsein, muss aber beatmet werden. Deshalb kann sie nicht sprechen. Sie merkt, dass sie ihre Hörgeräte nicht in den Ohren hat. So kann sie die Schwestern und Ärzte nicht gut verstehen. Sie weiß nicht, warum sie beatmet wird und ob sie je wieder gesund werden wird. Sie ist verunsichert und besorgt.

Günther K., 74, muss zum Hausarzt. Er ärgert sich, dass ausgerechnet heute die neue Schwester am Empfang sitzt. Die spricht so schlecht. Sie blickt auf ihre PC-Tastatur während sie ihn etwas fragt.

Paul M., 86, lebt im Pflegeheim. Seine Hörgeräte trägt er selten. Er kann sie nur mit Mühe einsetzen. Ob die Batterien in Ordnung sind, weiß er nicht. Wenn er die Schwester bittet lauter zu sprechen, schreit sie fast. Dann versteht er noch weniger.

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Dr. Gesine Haerting 

 

 

Ausgabe: Schnecke 80, S. 26

 

 

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