Kulturen und Recht

 

Professor Dr. Frank Mathwig aus Bern setzt sich in seinem Artikel (www.sonos-info.ch/7685/index.html, März 2013) mit der Gehörlosenkultur auseinander. Was aus medizinischer Sicht als Mangel erscheine – die Gehörlosigkeit –,erweist sich hiernach als einendes Kennzeichen, als kulturelle Eigenart. Kontrovers werde bezüglich „Deaf culture“ diskutiert, „ob es sich um eine gänzlich eigenständige Kultur im Sinne einer ethnischen Kultur handelt, eher um eine Subkultur oder lediglich um eine politische Konzeption. In jedem Fall verbindet sich mit der Vorstellung einer Kultur der Gedanke von der Bedeutung der Weitergabe der kulturellen Eigenarten von einer Generation an die nächste.“

Gibt es ein Recht auf Behinderung?
Der Verfasser wägt ab, ob diese Weitergabe so gewährleistet werden darf, wie es einige wenige gehörlose Paare tatsächlich wünschen, nämlich dass sie ein gehörloses Kind bekommen. Er lehnt eine solche genetische Selektion ab. Dieser Elternwille ist für das Kind unumkehrbar, während z.B. der zum „Wunderkind“ herangetrimmte Nachwuchs irgendwann völlig anders entscheiden kann. Es gibt, so folgere ich, für Mathwig kein Recht auf Behinderung.

 

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Susi Ungricht-Rex

 

Ausgabe: Schnecke 80, S. 44

 

 

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