Bloß nicht in Watte packen
CI-Trägerin Isabelle Boberg holte dreimal Silber bei Sommer-Deaflympics 2013

Es waren die 22. Deaflympics in der Geschichte und die ersten für die 24-jährige Schweinfurterin. Obwohl Isabelle Boberg erst seit 2012 im Radsattel sitzt, kann sich ihr Medaillenspiegel, den sie sich bei ihren ersten offiziellen Wettkämpfen 2012 und 2013 erradelt hatte, sehen lassen. Doch einfach war es nicht für sie, im Leistungssport Fuß zu fassen.

„Bloß nicht in Watte packen, nur weil ich ein CI trage", lautet Isabelles Motto. Von Geburt an schwerhörig, bekam sie mit rund zweieinhalb Jahren Hörgeräte. Ihre Resthörigkeit damals betrug gerade mal zehn Prozent. Doch mit ihrem offenen und unkomplizierten Wesen hatte sie weder im Kindergarten noch in der Montessori-Schule das Gefühl, ausgegrenzt zu werden. „Alle sind immer auf mich eingegangen, das war nie ein Problem", erinnert sie sich. Wohl ein Problem für sie war es jedoch, eine FM-Anlage zu tragen. „Ich fand das irgendwie doof, mir das Teil umzuhängen, was Stress mit meinen Eltern nach sich zog, die meine Ablehnung nicht verstehen konnten. Aber die FM-Anlagen waren früher riesig und sahen wirklich uncool aus." Uncool fand sie als Kind mit der Zeit auch ihre beiden Ohrpassstücke für die Hörgeräte in der hanseatischen Farbkombination Weiß und Blau.

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Ute Mai, Redaktion

 

 

Ausgabe: Schnecke 82, S. 46

 

 

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