Alles begann mit Barbie

Er ist 27 Jahre alt, beruflich erfolgreich, privat glücklich – und von Geburt an gehörlos. Und er hat erfahren, dass es sich für sein Ziel – Meister im Friseurhandwerk zu werden – unbedingt zu kämpfen lohnte. Gemeint ist Christoph Sponer, einziger gehörloser Friseurmeister in Baden-Württemberg, Top-Stylist und Künstler am Haarschopf.

30 Stück waren es in etwa. Die Rede ist von 30 Barbiepuppen, deren abgeschnittene Mähnen partout nicht nachwachsen wollten. Zu Weihnachten, zu Ostern, zum Geburtstag – auf Christoph Sponers Wunschzettel aus dem hessischen Bimbach nahe Fulda rangierte immer und immer wieder vor allem ein Objekt der Begierde: die Barbie, streitbare Miniaturpuppe, die nicht nur
Mädchenherzen höher schlagen lässt. Und eines musste jedes Exemplar unter allen Umständen besitzen: langes Haar, sehr langes Haar!

Zwanzig Jahre später steht Sponer, der zwei Hörgeräte trägt, bei seinem zweiten Arbeitgeber, dem Friseursalon Keller in Böblingen, und tut das, was er vortrefflich beherrscht: Haare in Form bringen. Und darin ist er nicht nur im beruflichen Sinne ein Meister.

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Ute Mai

 

Ausgabe: Schnecke 84, Seite 22

 

 

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