Hörsturz und Herzinfarkt
Diskussion möglicher Zusammenhänge in Häufigkeit und Ursachen

Ein Hörsturz beschreibt eine in der Regel nur auf einem Ohr auftretende Verschlechterung des Hörvermögens, die plötzlich und ohne andere erkennbare Ursache eintritt. Es kommt zu einer Verschlechterung der Hörschwelle für Töne und des Sprachverstehens, die von Ohrgeräuschen und Schwindel begleitet sein kann.
Unter anderem, weil keine Ursache für den Hörsturz bekannt ist, existiert bisher keine durch qualitativ hochwertige Studien abgesicherte Therapie. In der Regel werden Cortison-Präparate in hoher Dosierung als Therapie verabreicht. Vermutungen für Ursachen des Hörsturzes beinhalten auch mögliche, bisher nicht nachweisbare Durchblutungsstörungen in den feinen Blutgefäßen der Hörschnecke (Cochlea). Dadurch können die Haarsinneszellen, die Nervenzellen und andere wichtige Zellen im Innenohr nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Daraus ergibt sich der vermutete Zusammenhang zum Herzinfarkt oder einem Infarkt allgemein, der sich z.B. als Schlaganfall bemerkbar machen kann. Denn auch bei diesen Erkrankungen ist die Durchblutung in den betreffenden Organen (Herz oder Gehirn) gestört. In der Hörschnecke sind die Blutgefäße wesentlich dünner. Die Durchblutungsstörung muss also viel größer als beim Hörsturz sein, um sich als Herzinfarkt oder Hirninfarkt (Schlaganfall) bemerkbar zu machen.

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Prof. Dr. Stefan Plontke

PD Dr. Torsten Rahne

 

 

Ausgabe: Schnecke 84, Seite 44

 

 

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